Konzerte – Konzeptionen

 

1. Beispiele für Programmkonzeptionen ...

... an Orgeln, die "stilistisch vielseitig" und nicht zu klein sind und daher nahezu jede Auswahl an Orgelliteratur erlauben:

"Spiegel"
Hier ist nicht die schlicht symmetrische Anordnung von Komponistennamen gemeint, sondern die erklingenden Stücke sind aufgrund von Form, Dauer, Klang oder Satzstruktur an ihren jeweiligen Platz im Programm gestellt, z.B.:

St. Germain des Prés, Paris

"Tourist"
Mehrere Stücke eines einzigen Komponisten des 20. Jahrhunderts "besuchen" eine Programmanordnung, die sich ansonsten zwischen Renaissance und Barock bewegt, z.B.:

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

"Gespinst"
Hierbei wird Neue Musik der Alten Musik gegenübergestellt, mit der sie bezüglich Struktur und Dichte "hörbar verwandt"
ist, z.B.:

St. Ägidien, Lübeck

"Roter Faden"
Alle Stücke des Programms haben eine gemeinsame "innere" Eigenschaft. Das kann z.B. der tonale, strukturelle oder im Titel angegebene Bezug (beispielsweise auf "frühere Zeiten") sein, z.B.:

St. Johannis, Lüneburg resonanz

 

2. Beispiele an Historischen Orgeln

Historische oder durch ihre Disposition absolut stilverpflichtende Orgeln ermöglichen natürlich ebenfalls konzeptionelle Prinzipien bei der Programmgestaltung, doch steht hier die Epoche oder Ausrichtung des Instrumentes, die natürlich auch "am besten klingt", im Mittelpunkt:

"Balance"
Jeweils zwei aufeinander folgende Stücke des Programms balancieren einen Kontrast bezüglich Klangvolumen oder Satzdichte aus, z.B.:

Freiberger Dom Pauluskirche Ulm

"Spiegel" (s.o.)

Alte Kirche Pellworm

 

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